Dienstag, den 06.01.2009




FC 08 Homburg - Stadion - Historie

Historie

Als Hauptkampfbahn wurde das Homburger Waldstadion am 14. und 15. August 1937
mit einem großen sportlichen Programm eingeweiht.
Die Homburger Bürger, damals Volksgenossen genannt, hatten diese Kampfstätte mit ihrer Hände Arbeit gebaut, praktisch in freiwilliger Arbeit aus dem Boden gestampft.
Jeder Volksgenosse, so sahen es die damaligen Machthaber, an der Spitze Bürgermeister und Kreisleiter Jakob Knissel, vor, sollte seinen >>freiwilligen<< Beitrag leisten.
Das war einfach Volkes Pflicht, da in der Zeit des Nationalsozialismus die Volksgemeinschaft einen hohen Stellenwert besaß.
Und so hatte man in Homburg auch weitreichende Pläne, wollte ein großflächiges Sportzentrum anlegen.
Eine Demonstration für das System, das bewußt auch den Gemeinschaftssinn und den Sport in seine Ideologie einbezogen hatte.
Neben der Hauptkampfbahn waren auch ein Schwimmstadion, eine Sporthalle und eine Radrennbahn vorgesehen - auf die Volksgenossen schien noch viel >>freiwillige Arbeit<< zu warten, zum Ruhm ehrgeiziger Parteileute . Das Projekt kam in dieser großzügigen Konzeption nie zu stande, der Krieg bereitete allen Plänen dieser Art ein Ende, setzte einen endgültigen Schlußpunkt.
Was auch der nachfolgende Krieg den Homburger Sportfreunde nicht mehr nehmen konnte war ein Stadion, das nach wichtigen Um- und Ausbaumaßnahmen höchsten Ansprüchen genügt und sogar tauglich für Bundesliga ist. Die Stimmung und die Begeisterung an diesem 14. und 15. August 1937 waren riesengroß, an Krieg dachte niemand, dafür mehr an die Möglichkeit, die ein solches Hauptkampffeld an sportlichen Attraktionen ermöglichen würde. Dass vielleicht für das kleine Homburg eine Nummer zu groß sein könnte, das war in dieser Zeit kein Thema, am aller wenigsten für die Parteigrößen, die sich im Glanz dieser Gemeinschaftsleistung Homburger Volksgenossen sonnten. Die Einweihung der Hauptkampfbahn wurde zu einem großen Fest mit Festabend und sportlichen Wettkämpfen und den diversen Ansprachen, die das Ereignis gebührend würdigten.
Der sportliche Höhepunkt war das Fußballspiel zwischen einer Homburger Kreisauswahl und den süddeutschen Gauligisten Jahn Regensburg.

Homburg wäre ohne diese Gemeinschaftsleistung jener Bürger und ohne das Waldstadion sportlich ein beachtliches Stückchen ärmer.
Das Waldstadion war die Tribüne für große sportliche Erfolge, beispielsweise für den Aufstieg des FC 08 Homburg in die Bundesliga.